Sanierungsmaßnahmen Museum Insel Hombroich

Sanierungsmaßnahmen Museum Insel Hombroich

  • Auftraggeber: Stiftung Insel Hombroich
  • Leistung: VgV-Verfahren, Projektsteuerung
  • Kosten: ca. 15 Mio. €
  • Zeitraum: 2018 – 2022

(Kultur-) Landschaftspflege

Zwischen Düsseldorf und Köln entwickelt sich bei Neuss seit über dreißig Jahren ein einzigartiger Kulturraum von internationaler Bedeutung. Hombroich ist Museum, Künstlerstätte, Landschaft – und ein Ort für Architektur. Individuelle Ensembles und Einzelbauten nach Entwürfen von bedeutenden Architekten und Künstlern gehen auf dem Areal unterschiedliche Verhältnisse zur sie umgebenden Natur ein.

Doch mittlerweile nagt der Zahn der Zeit an einigen Gebäuden. Große Erleichterung begleitete daher die endgültigen Finanzierungszusagen des Bundes, des Landes Nordrhein-Westfalen, der Kommunen und der privaten Förderer, mit denen im Februar 2019 der wesentliche Teil Sanierungsmaßnahmen tatsächlich starten kann. Die Zuwendungen von insgesamt über 15 Millionen Euro ermöglichen die Ertüchtigung des Ausstellungspavillions Labyrinth und die Sanierung des Zwölf-Räume-Hauses, das ebenfalls als Ausstellungsraum dient. „Die Zusage der großzügigen finanziellen Zuwendungen ist für uns ein Befreiungsschlag und gleichzeitig eine Verpflichtung“, erklärte Prof. Oliver Kruse, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Insel Hombroich. 

Ziel der Sanierung des von Erwin Heerich entworfenen Labyrinths ist die behutsame Sanierung auf Grundlage eines konservatorischen und energetischen Plans. So wird etwa die Beheizung des Gebäudes in Zukunft durch Erdwärme erfolgen. Auch die charakteristische verglaste Dachkonstruktion wird nach ihrer Erneuerung wieder heutigen energetischen, gebäudetechnischen und konservatorischen Anforderungen gerecht werden. Die Summe aller Gebäudemaßnahmen wird so voraussichtlich zu einer CO2-Einsparung von über 50% führen. Das Vorhaben wird über den Abschluss der Sanierungsmaßnahmen hinaus wissenschaftlich begleitet. Nach einer Ausschreibungs- und Planungsphase werden die Bauarbeiten Ende 2019 beginnen. Das Museum sowie der Landschaftspark bleiben für Besucher attraktiv und zugänglich.

Die Schmitz.Reichard GmbH führt ein europaweit ausgeschriebenes VgV Verfahren für Generalplanungsleistung durch und steuert das gesamte Projekt in Bezug auf seine Akteure, die Abläufe und die Fördermittel.